Fasziale Entspannung

Lockere Beine, mehr Leistung

Fasziales Training hat sich in den letzten Jahren etabliert. Egal ob im Fitnessstudio, zu Hause oder auf dem Sportplatz: Viele Sportler sieht man vor oder nach dem Training beim „Rollen“. Als mir das Trainings-Tool vor rund vier Jahren das erste Mal begegnete, machte ich gleich schmerzhafte Erfahrungen. Doch spätestens bei der nächsten Trainingseinheit merkte ich, dass sich meine Beine lockerer anfühlten. Also befasste ich mich mit dem Thema und integrierte die Black Roll ab sofort in mein tägliches Trainingsprogramm.

 

Was ist fasziale Lockerung?

Faszien ziehen sich durch den gesamten Körper. Im Muskel übernehmen Sie eine Schutz- und Stabilitätsfunktion. Zudem sind Faszien eine Art blackroll„Sinnesorgan“ für die Körperwahrnehmung. Verklebungen der Faszie führen zu Funktionseinschränkungen und zu einer Leistungsminderung. Beim faszialen Lockern wird die Faszie, die direkt unterhalb der Haut liegt, von Außen manipuliert, sodass sich durch den Reiz die Verklebungen lösen. Die Spannung, die zunächst durch den äußeren Druck ausgelöst wird, führt zu einer Entspannung der Faszie. Physiotherapeut und Perform Better Experte Jan Frieling setzt die Black Roll schon seit Jahren in der Therapie ein: „Mit der Rolle werden angesammelte Aminosäuren aus der Muskulatur abtransportiert. Der Effekt ist schnell und nachhaltig spürbar.“

 

Wie und wann benutze ich die Rolle?

blackroll2Ich setze die Rolle zumeist zur Auflockerung nach dem Training ein. Hierzu rolle ich über alle Beinmuskeln und den Rücken. Für die glutealen Muskeln verwende ich den Ball, da ich mit diesem noch besser an die Muskulatur herankomme. An dem Punkt, an dem der Schmerz am Größten ist, sollte man bleiben und mit ganz langsamen Bewegungen auf- und abrollen. Jeden Muskel behandle ich etwa 45 bis 60 Sekunden.

Zum Auflockern vor dem Training rolle ich nur etwa 10 bis 15 Sekunden pro Muskel.

Jan Frieling hat mit seinen Patienten schon viele Erfahrungen mit der Black Roll gemacht:  „Besonders nach Operationen setzen wir die Black Roll schon in der sehr frühen Rehabilitationsphase ein, um den Muskel zu aktivieren, die Durchblutung zu fördern und den Heilungsprozess somit anzuregen. Bei meinen Fußballspielern gehört das Rollen zum täglichen Trainingsprogramm.“ Die Black Roll ist ein ideales Tool zur Selbstmassage.

 

Weitere Möglichkeiten des Einsatzes

Die Rolle kann neben seiner Funktion zur Lösung von faszialen Verklebungen zudem als Trainingsgerät genutzt werden. Übungen zur Rumpfstabilität können mit der Rolle intensiviert werden.

 

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